China 2018
DER Höhepunkt im Posaunenchorleben des Jahres 2018 war die Reise nach China über Ostern. Wunderbare Eindrücke von den Menschen und ihrer Kultur, von Geschichte und moderner Gegenwart und musikalische Höhepunkte erwarteten uns. Peking, Shanghai und Hangzhou waren beeindruckende Stationen des Aufenthalts, Auftritte in der Deutschen Botschaft und in der Festveranstaltung zur Einweihung des Kulturzentrums der Hochschule ZUST (Zhejiang University of Science and Technology) die Highlights.
Am 28. März startete der Posaunenchor von Dresden nach München, um von dort nach Peking weiter zu fliegen. 10 Tage wollten wir in China sein, Land und Leute kennenlernen und musizieren.
Um es kurz zu machen: Unser Ingo hat alles super organisiert und dabei seine China-Erfahrungen und -Kontakte genutzt. Deshalb wurde die Reise ein voller Erfolg.
Unterstützt von der Stadt Dresden und der Sächsischen Landesregierung ("so geht sächsisch" bzw. "simply saxony") machten wir uns am 28. März auf. Pünktlich landeten wir am 29.03. in Peking und wurden von unserem Guide Wang abgeholt. Gegen 16:00 starteten wir einen ersten Altstadtrundgang durch Peking und bekamen u.a. erklärt, dass die einzelnen Wohnungen keine eigenen Toilettenanlagen besitzen und auf öffentliche Toiletten ausweichen müssen, die aber nicht mehr als 100 m Abstand haben!
Das Peking-Enten-Essen am Abend machte uns erstmals mit der wunderbaren Küche Chinas bekannt.
Am Freitag, de. 30.03. liefen wir vom nahe gelegenen Hotel zum Tinanmen Platz ("Platz des Himmlischen Friedens") und von da zum Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt. Nach der Besichtigung des Himmelstempels führte uns der Weg zur Deutschen Botschaft, streng bewacht von chinesischen Soldaten, so dass der Eintritt eine ganze Zeit beanspruchte. Die Kontrolle durch die deutschen "Bewacher" fiel dagegen eher einfach aus. Pfarrer Richter begrüßte uns und baute vor: Ob viele kommen würden, könne er nicht sagen, vielleicht sind wir auch eher "unter uns" Stichwort Osterferien). Dieser Vorhersage erfüllte sich nicht, der Europasaal war gut gefüllt!
Anschließend hatten wir ein Abendessen in "Schindlers Anlegestelle". Schindler war der letzte DDR-Miltärattache in Peking
Am Samstag, d. 31.03. machten wir uns auf zu einer Besichtigung der Großen Mauer und der Ming-Gräber.
Am Ostersonntag gestalteten wir am Vormittag den Ostergottesdienst in der Deutschen Botschaft und fuhren anschießend zum Bahnhof von Peking, um die 1300 km bis Shanghai in ca. 4,5 h zu überwinden (nachweisliche Spitzengeschwindigkeit 350 km/h!)
Am Montag, d. 02.04. besichtigten wir in Shanghai den 420 m hohen Jinmao Tower, aus dem die 20-Geschosser wir Spielzeug aussehen. Dieses Gebäude ist das dritthöchste in Shanghai (höchstes:632 m). Anschließend besuchten wir den Jade-Budda Tempel und die Seidenmanufaktur von Shanghai.
Nachdem wir am 03.04. mit dem Zug in einer Stunde nach Hangzhou gefahren waren, wurden wir durch die Vertreter der Universität empfangen. In der universitätseigenen Teeplatage steht ein Teehaus, in dem wir wunderbar bewirtet wurden. Die enge Verbindung der Uni Hangzhou (ZUST) und deutschen Universitäten und Hochschulen ist der Grund für das enge Verhältnis Deutschland/Dresden zu Hangzhou. Der erste Blick in den Saal des neuen Kulturzentrums hat bei einigen ein Schauern hervor gerufen (Ich zitiere: "Dafür habe ich nicht unterschrieben!") Über 1000 Plätze in dem Saal, Video-Leinwände verschiedener Größe, ein imposanter Hochschul-Chor, das kann einem "kleinen Bläser" aus Dittersbach schon Ehrfurcht einflößen....
Umso glücklicher waren wir dann nach unseren Auftritten. Alles hat gut geklappt. Das hervorragende Abendessen mit Hochschulvertretern vor dem Auftritt hat sicher die Aufregung in den Hintergrund treten lassen.
Der darauf folgende 4.04. brachte uns eine Besichtigung des Teedorfes Meijiawu. Leider war das Wetter stark regnerisch und der Verkehr auf den Straßen durch den Feiertag Quingming (Todesfest) entsprechend hoch. Das brachte den Plan dann doch etwas durcheinander. Der Tag endete damit, dass wir zu Fuß im starken Regen die ca. 500 m bis zum Bahnhof zu Fuß zurück legen mussten, da der Bereich um den Bahnhof besonders abgeriegelt wurde. Pünktlich 19:00 Uhr kamen wir wieder in Shanghai an, wo uns unsere Nora mit dem Bus abholte und zum Flughafen brachte. Die Maschine, eine 747, startete gegen Mitternacht chinesischer Zeit und wir landeten wohlbehalten gegen 7:45 Ortszeit in Dresden nach Zwischenlandung in Frankfurt.
Diese Reise hat uns sehr viel Freude gemacht. Sie hat uns weiter zusammen "geschweißt". Wir haben viele Eindrücke gesammelt, waren aber auch - so glauben wir - ein guter Botschafter Deutscher Kultur und Lebensweise.
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