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Posaunenchor Dittersbach startet Corona-Experiment

Posaunenchor online


SZ SEBNITZ, 10.03.2021

Die Musiker haben mit digitalen Notenständern vorgesorgt. Aber jetzt wollen sie unbedingt auch wieder vor Publikum spielen. Und das geht so.

Die Mitglieder des Posaunenchores Dittersbach waren in den letzten Monaten nicht untätig. Obwohl auch bei ihnen im vergangenen Jahr fast alle geplanten Aktionen mit Publikum ausfallen mussten, konnten sie doch weiter proben. Dank ihrer digitalen Notenständer haben sie in den eigenen vier Wänden virtuelle Übungsstunden absolviert. Und nun würden sie natürlich auch gern Publikum an ihren Konzerten teilhaben lassen. Die Übungsstunden konnten bereits online verfolgt werden. Doch wie geht es nun weiter?

"Noch kann niemand sagen, wie sich Corona und die weiteren Beschränkungen entwickeln werden. Unsichere Zeiten auch für den Posaunenchor. "Es ist aber nicht unser Ding, einfach zu Hause zu sitzen, wie das Kaninchen vor der Schlange. Deshalb haben wir uns eine besondere Aktion einfallen lassen", sagt Bernd Heinrich vom Posaunenchor Dittersbach. Sie soll sozusagen auch ein Ersatz für das 2020 coronabedingt ausgefallene Projekt "Musik vor Ort" sein. Das Motto des Posaunenchores war "Kleeblattmusik - Komm raus - mach mit". Im Rahmen dieses Projektes waren vier verschiedene Veranstaltungen geplant.


Posaunenchor nimmt Publikum auf Wandertour mit

Das Motto wurde beibehalten, nur entsprechend neu aufbereitet. Der Posaunenchor startet das Projekt "Komm raus - mach mit!". Und so geht es. Am Nachmittag des 21. März, einem Sonntag, werden die Musiker nach den dann geltenden Corona-Regeln eine musikalisch-literarische Quiz-Wanderung durch den Ort organisieren. Jeweils einzelne Bläser werden an verschiedenen markanten Punkten der Wanderung Texte lesen beziehungsweise musizieren.

Im Orchester hat man sich auch schon Gedanken darüber gemacht, wie das praktisch funktionieren könnte. Nach den derzeit geltenden Bestimmungen würden immer nur einzelne Haushalte oder Familien sowie eine haushaltsfremde Person zeitlich versetzt auf Wanderung gehen.

Um das organisatorisch auf die Reihe zu bekommen, müssten sich Interessenten dafür per E-Mail unter posaunenchor@dittersbach.de oder per Telefon unter 035026 90730 (Anrufbeantworter) anmelden. Der Posaunenchor hofft natürlich auf Teilnehmer. "Die Aktion soll ein Zeichen der Wiederkehr ins normale kulturelle Leben vor Ort sein", sagt Bernd Heinrich. Anmeldeschluss ist der 14. März.


Münchener Blechbläser-Quintett Harmonic Brass zu Gast

Im Sommer gibt es dann sicherlich auch wieder neue Höhepunkte. Im Juni und September wird das Münchener Blechbläser-Quintett Harmonic Brass zu Gast sein. Die Musiker wollten ursprünglich schon Ende 2020 zusammen mit dem Posaunenchor musizieren. Aber auch das Konzert wurde bekanntlich abgesagt. Übrig blieb im vergangenen Jahr praktisch nur das Konzert "30 Jahre Wiedervereinigung" in der Stolpener Stadtkirche.

Für dieses Jahr hofft nun auch der Posaunenchor Dittersbach auf bessere Zeiten und vor allem auch wieder auf Auftritte vor Publikum, wenn auch auf Abstand. Und die Musiker würden sich auch gern wieder zu Übungsstunden treffen, und das nicht nur vor dem Bildschirm mit virtuellem Notenständer.


Corona: Posaunenchor spielt jetzt online

Der Posaunenchor Dittersbach bei einer Probe. © Steffen Unger
Das Bläserensemble aus Dittersbach hat sich der aktuellen Lage angepasst. Interessierte können der Musik jetzt virtuell lauschen.
Der Posaunenchor Dittersbach ist Vorreiter im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wenn es darum geht, Digitalisierung und Musik zu verbinden. Nicht zuletzt hofft der Posaunenchor, auf der einen Seite, junge Leute zu begeistern. Das hat offenbar schon gefruchtet, denn es konnten ziemlich viele junge Bläser gewonnen werden. Auf der anderen Seite sollte aber auch das Interesse der schon etwas älteren Generation an Technik geweckt werden.
Der erste Schritt ist bereits vor einiger Zeit erfolgt. Ein Teil der Notenständer trägt keine gedruckten Notenhefte mehr, sondern E-Reader, also ein Gerät, auf welchen die Noten gespeichert sind. Eine Investition mit Hilfe von Zuschüssen mit Weitblick wie sich in Corona-Zeiten zeigt.
Diese neue Technik hat inzwischen auch beim Üben Einzug halten und konnte noch weiterentwickelt werden. So nimmt ein computergestütztes Programm das Übungsspiel auf und das wiederum kann hinsichtlich von Rhythmus und Intonation ausgewertet werden. Wie sich das ganze anhört, kann seit Kurzem auch auf der neuen Internetseite des Posaunenchores verfolgt werden.
Digitale Notenständer vernetzen die Musiker
Wegen Corona musste der Posaunenchor wie andere Musiker auch, die Veranstaltungen im vergangenen Jahr größtenteils absagen. Aber das Posaunenchorleben geht trotzdem weiter, wie Bernd Heinrich vom Posaunenchor versichert. Nur eben anders, der aktuellen Lage angepasst. Die Übungsstunden finden jetzt komplett online statt, dank der digitalen Notenständer, die die Musiker untereinander vernetzen. Die Naschwuchsbläserausbildung erfolgt nun ebenfalls via Tablett online. Auf der neuen Internetseite können Interessierte jetzt der Musik lauschen und einen Einblick in das Chorleben erhalten. Ein Klick lohnt auf jeden Fall.
Der nächste geplante Höhepunkt des Posaunenchores wäre eigentlich ein Tag mit dem Blechbläserquintett Harmonic Brass aus München am 24. Januar gewesen. Auch dieses Treffen wird nun nicht stattfinden. "Wir hoffen jetzt auf September. Dann hat das Blechbläserquintett einen Workshop mit unseren Bläsern, ein Konzert und einen gemeinsam gestalteten Festgottesdienst in ihrem Reiseprogramm", sagt Bernd Heinrich.

Andere Posaunenchöre könnten davon profitieren
Der Posaunenchor könnte mit seiner digitalen Vernetzung sogar noch weitere Schritte gehen. Denkbar wäre dann auch Programm, das den Chormitgliedern Tipps zur Verbesserung geben könnten. Um einen Mehrwert der Digitalisierung auch außerhalb des Posaunenchores zu erreichen, könnte ein Netzwerkmanagement begleitend installiert werden. Dieses soll die Vernetzung der Posaunenchöre in der Region Sächsische Schweiz vorantreiben, um gemeinsame Lerngruppen zu bilden. Damit können die verwendetet Noten verbunden und eine posaunenchorübergreifende Datenbank installiert werden. So könnte dann dank der Digitalisierung eine 1:1-Betreuung durch Musiklehrer auch über weite Distanzen, aber eben ohne Fahrtwege erfolgen. Das alles ist zwar noch etwas Zukunftsmusik. Erst einmal dürfen Interessierte jetzt via Internet den Klängen des Posaunenchores lauschen.
Der Posaunenchor hat Tradition. Seit 1953 begleitetet das Ensemble Gottesdienste, gibt Konzerte und ist Gast auf den Weihnachtsmärkten in der Region. Mit 44 Mitgliedern ist er einer der größten Chöre der sächsischen Landeskirche. Und nicht nur das. Der Chor bringt neunjährige Anfänger mit 80-jährigen Könnern zusammen, ist damit schon mehr als generationsübergreifend aktiv.
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So geht Kultur trotz Corona

Posaunenchor auf der Wiese im Lieblingstal:
Auch die Landwirte taten etwas für den Hörgenuss. © Steffen Unger
Der Posaunenchor Dittersbach hatte zum Picknick im Grünen eingeladen. Darauf haben Kunstliebhaber offenbar nur gewartet.

Mit seiner Reihe "Musik im Lieblingstal" hat der Posaunenchor Dittersbach schon viele Anhänger gefunden. Wegen Corona stand das abendliche Picknick diese Woche jedoch auf der Kippe. Zum Glück haben sich die Posaunisten doch dafür entschieden. Die vielen Zuhörer haben es ihnen mit reichlich Applaus gedankt.
Kurzerhand hatte die Agrargenossenschaft die Wiese vor der Kapelle im romantischen Lieblingstal gemäht. Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten Bänke und Stühle aufgestellt. Ein Großteil der Gäste brachte jedoch die eigenen Klappstühle mit und manche auch ihren Picknickkorb. Dem abendlichen Kunstgenuss stand damit trotz Corona und den noch geltenden Bestimmungen nichts im Weg. Der Posaunenchor hatte bereits während des Lockdowns für Musik in Dürrröhrsdorf-Dittersbach gesorgt. Die Bläser beteiligten sich an den abendlichen Abstandskonzerten. Auch da lauschten viele Zuhörer an offenen Fenstern und Türen. (SZ/aw)

Posaunenchor bläst für die Hoffnung

Der Posaunenchor Dittersbach musiziert in kleinen Gruppen
für Hoffnung und Freude in Corona-Zeiten. © privat
Ursprünglich wollte der Posaunenchor Dittersbach, die Leute zu sich einladen. Durch Corona kam es nun anders.
Der Corona-Virus lähmt zur Zeit auch jegliche musikalische Aktivitäten, so auch ein neues Projekt vom Posaunenchor Dittersbach. "Wir wollen eigentlich die Einwohner animieren, zusammen zukommen und gemeinsam zu musizieren. Das Projekt sollte heißen "Kleeblatt-Musik, kommt raus, macht mit", sagt Bernd Heinrich vom Posaunenchor. Doch das funktioniert derzeit nicht. Deshalb hat der Posaunenchor ganz schnell umgedacht, um den Menschen doch Freude bringen zu können. In Zeiten von Corona heißt das für den Posaunenchor eher, hinaus zu gehen und den Menschen Musik näher zu bringen. Deswegen musizieren sie solo oder in kleinen Gruppen.
Der Posaunenchor hat sich deshalb auch am Sonntag einer deutschlandweiten Aktion angeschlossen und ab 18 Uhr an zehn verschiedenen Plätzen in Hörkontakt gespielt. Begonnen wurde in Dittersbach. Als letzte Station war Dürrröhrsdorf-Siedlung dran. Und natürlich hieß es auch bei ihnen, Abstand wahren. Der Posaunenchor selbst ist aber gewohnt im Freien zu spielen. So laden sie zum Beispiel im Sommer zu einer öffentlichen Übungsstunde in das Lieblingstal ein.
Der sonntägliche Auftritt war zugleich auch eine Premiere. Erstmals kamen dabei auch die digitalen Notenständer zum Einsatz. Seit Kurzem verfolgt der Posaunenchor mit seinen 44 Musikern das neue Projekt. Die Noten gibt es jetzt in digitaler Form. Die neue Ausstattung kostete natürlich Geld. Und deshalb hatte der Chor einen Fördermittelantrag beim Programm Leader gestellt. Und dieser wurde genehmigt. Deshalb durften sich die Mitglieder über einen Zuschuss freuen. Mit Mitteln aus der Förderung für die ländliche Entwicklung erhielt die Kirchgemeinde Dittersbach-Elbersdorf, wozu auch der Posaunenchor gehört, eine finanzielle Unterstützung für das Vorhaben.
Um einen Mehrwert der Digitalisierung auch außerhalb des Posaunenchores zu erreichen, soll ein Netzwerkmanagement begleitend installiert werden. Dieses soll die Vernetzung der Posaunenchöre in der Region Sächsische Schweiz vorantreiben, um gemeinsame Lerngruppen zu bilden. Damit können die verwendeten Noten vernetzt und eine Posaunenchor übergreifende Datenbank installiert werden. So kann dann dank der Digitalisierung eine 1:1-Betreuung durch Musiklehrer auch über weite Distanzen, aber eben ohne Fahrtwege erfolgen. Das alles ist zwar noch etwas Zukunftsmusik, doch die Chormitglieder wollen diesen Schritt ebenfalls weiter verfolgen.
Der Posaunenchor Dittersbach selbst hat Tradition. Seit 1953 begleitetet das Ensemble Gottesdienste, gibt Konzerte und ist Gast auf den Weihnachtsmärkten in der Region. Mit 44 Mitgliedern ist er einer der größten Chöre der sächsischen Landeskirche. Und nicht nur das. Der Chor bringt neunjährige Anfänger mit 80-jährigen Könnern zusammen, ist damit schon mehr als generationsübergreifend aktiv.

Nikolausgeschenk für den Dittersbacher Posaunenchor

Landrat Geißler übergibt den Fördermittel-Bescheid
Die Freude bei den Vertretern des Posaunenchores über die Fördermittel (aus dem LEADER-Projekt für Digitale Notenstander - B.H.) war groß und sie bedankten sich gleich mit einer musikalischen Einlage. Herr Prof. Dr. Gestring, als Vertreter des Posaunenchores, erklärte zudem noch sehr anschaulich die Funktionsweise der digitalen Notenständer anhand der mitgebrachten Probeexemplare. So bekamen alle Gäste der Regionalkonferenz bereits einen kleinen Einblick in die künftige „digitale Arbeit“ des Posaunenchores und konnten gleichzeitig passend zum Nikolaus ein paar schöne weihnachtliche Musikstücke genießen.

Geld für den Posaunenchor

Der Posaunenchor Dittersbach ist einer der größten Chöre der sächsischen Landeskirche.
Hier sollen die Noten jetzt nach und nach auf digital umgestellt werden. © Archiv: Unger
Der Posaunenchor Dittersbach treibt derzeit Geld ein. Und das offenbar überaus erfolgreich.

Selbst Kirchenmusik kommt wohl nicht um den technischen Fortschritt herum. Der Posaunenchor Dittersbach ist da Vorreiter in der Region. Ziel ist, Digitalisierung und Musik zu verbinden. Nicht zuletzt hofft der Posaunenchor, auf der einen Seite, junge Leute zu begeistern, und auf der anderen Seite, das Interesse der schon etwa älteren Generation an Technik zu wecken. Der erste Schritt ist bereits erfolgt. Ein Teil der Notenständer trägt keine gedruckten Notenhefte mehr, sondern E-Reader, also ein Gerät, auf welchen die Noten gespeichert sind. Um das ganze auf die Beine zu stellen, braucht es natürlich auch Geld. Deshalb ist der Posaunenchor ständig auf der Suche nach Zuschüssen oder Fördermitteln. Und das offenbar auch ganz erfolgreich. Der Posaunenchor hatte sich beim Wettbewerb „Ideen für den ländlichen Raum“ beteiligt. In der Kategorie „Anwendung digitaler Technologien für das Gemeinwohl“ gab es für das Projekt eine Prämie in Höhe von 5 000 Euro.
Darüber hinaus hatte sich der Posaunenchor mit der Kirchgemeinde auch um Zuschüsse aus dem Leader-Programm bemüht. Mit Erfolg. Knapp über 60 000 Euro wurden bewilligt. Damit ist jedoch nicht nur die Umstellung auf digitale Noten verbunden. Diese neue Technik soll auch beim Üben Einzug halten und noch weiterentwickelt werden. Angedacht ist, dass computergestützte Programme das Übungsspiel aufnehmen und es hinsichtlich von Rhythmus und Intonation auswerten.

Und der Posaunenchor will noch weiter gehen. Denkbar wären dann auch Programm, die den Chormitgliedern Tipps zur Verbesserung geben könnten. Um einen Mehrwert der Digitalisierung auch außerhalb des Posaunenchores zu erreichen, soll ein Netzwerkmanagement begleitend installiert werden. Dieses soll die Vernetzung der Posaunenchöre in der Region Sächsische Schweiz vorantreiben, um gemeinsame Lerngruppen zu bilden. Damit können die verwendetet Noten vernetzt und eine Posaunenchor-übergreifende Datenbank installiert werden. So kann dann dank der Digitalisierung eine 1:1-Betreuung durch Musiklehrer auch über weite Distanzen, aber eben ohne Fahrtwege erfolgen. Das alles ist zwar noch etwas Zukunftsmusik, doch die Chormitglieder wollen diesen Schritt ebenfalls weiter verfolgen.
Der Posaunenchor Dittersbach selbst hat Tradition. Seit 1953 begleitetet das Ensemble Gottesdienste, gibt Konzerte und ist Gast auf den Weihnachtsmärkten in der Region. Mit 44 Mitgliedern ist er einer der größten Chöre der sächsischen Landeskirche. Und nicht nur das. Der Chor bringt neunjährige Anfänger mit 80-jährigen Können zusammen, ist damit schon mehr als generationsübergreifend aktiv.
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Selfies machen in China

Der Posaunenchor Dittersbach war im Reich der Mitte
unterwegs und wurde dort begeistert gefeiert.© privat
Schon auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel in Peking wurde den Reisenden klar: China ist ein Land, das unsere Vorstellungskraft sprengt. Allein in der Hauptstadt leben mehr Menschen als in den ganzen ostdeutschen Bundesländern zusammen. China wächst zudem sehr schnell, auf Altes wird selten viel Wert gelegt. Man sieht kaum Autos, die älter als fünf Jahre sind. Das berichtet Heike Gestring von der Reise des Dittersbacher Posaunenchors. Mit 23 Musikern von elf bis 63 Jahren war der Posaunenchor im Reich der Mitte unterwegs.
In Peking besichtigten die Bläser den Platz des Himmlischen Friedens, den Himmelstempel und den Kaiserpalast. Am Karfreitag spielten die Musiker ihren Auftritt bei einem Gottesdienst der deutschen evangelischen Gemeinde in Peking im Europasaal der deutschen Botschaft. „Es war schon etwas sehr Besonderes, als der erste Ton auf chinesischem Boden erklang“, sagt Heike Gestring. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein Abendessen mit Gemeindemitgliedern im Restaurant „Schindlers Anlegestelle“ – es wird von einem gebürtigen Meißner geleitet. Es folgten Besichtigungen der Ming-Gräber und der Chinesischen Mauer. Den festlichen Ostergottesdienst feierte der Posaunenchor wieder in der deutschen Botschaft.
Im Anschluss ging es mit einem Hochgeschwindigkeitszug rund 1 300 Kilometer nach Shanghai. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350 km/h war das Ziel nach nur viereinhalb Stunden Fahrzeit erreicht. In Shanghai angekommen, stand erst einmal Sightseeing auf dem Programm. Am Abend gab’s das Essen im „Hot Pot“, einem Restaurant, in dem man sich die Gerichte selbst in kochenden Soßen am Tisch zubereitet. Überhaupt spielten die Mahlzeiten eine große Rolle. Mit Ziegenmagen, Schweinehirn und Hühnerfüßen haben die Sachsen auch so manche exotische Speise probiert.
Der dritte Auftritt fand in Hangzhou statt, einer Zwölf-Millionen-Metropole, die Partnerstadt von Dresden ist. „Wir spielten dort vor 1 500 Zuhörern“, berichtete Heike Gestring. „Das war für uns alle ein Riesenerlebnis.“ Unvergesslich besonders der gemeinsame Auftritt mit dem Chor der Hochschule. Zusammen wurde die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven aufgeführt. Im Anschluss mussten die Dittersbacher noch für eine halbe Stunde Selfies mit den chinesischen Studenten machen. Es folgte ein weiterer Auftritt an einer chinesischen Grundschule. 300 Schüler nahmen das Konzert begeistert auf und brachten selbst traditionelle chinesische Musik zum Klingen. (SZ)

The Opening Night Of The Student Center — Sino-German Art Performance

(ZUST Hangzhou, 2018 April 3rd)
In the evening of April 3rd, the Sino-German Art Performance was held in the Student Center (Crystal Theater) of ZUST. The Dresden Brass Band and ZUST College Student Art Troupe jointly presented various musical, dancing and singing performances.

Special guests were Bao Xuejun, deputy secretary of the provincial Education Committee and deputy director of provincial Education Department; Prof. Gong Jianli, ZUST Party secretary; Prof. Ye Gaoxiang, ZUST president and other university leaders. Others attending were former ZUST leaders, officials from Hangzhou Foreign and Overseas Chinese Affairs Office and Anji county, German guests, ZUST alumni and thousands of teachers and students. The diverse audience enjoyed the performance together.

Prof. Gong Jianli delivered a speech saying that ZUST is a forerunner of international cooperative education in Zhejiang province. This has been a result of China’s reform and opening up policy coupled with a long history of Sino-German education cooperation. He expressed a warm welcome to Dresden Brass Band, saying that the Sino-German Art Performance would surely enhance and promote Sino-German exchange of arts and humanities and friendship between the two cities.

Before the performance, the assistant principal handed out donor certificates to Yu Zhendong, Zhu Jia and other teachers and students, for their donations to the Student Center.

The performance lasted over one hour. Dresden Brass Band exquisitely performed more than ten beautiful concertos, including some classic works like Händel’s “Wassermusik” (Water Music), and the traditional German folk song “Geh aus mein Herz und suche Freud” (My Heart Going Out to Find Happiness).

ZUST College Student Art Troupe performed compositions like “Picking Mulberry Leaves” and “A Parting Tune with a Thrice Repeated Refrain”, which showed the melodious and beautiful Chinese classical music. What brought the show to a climax was the friendly and harmonious chapter—“Ode to Joy” by both Chinese and German performers.

Posaunenchor auf Tour in China

© Archivfoto: Dirk Zschiedrich
Der Posaunenchor Dittersbach spielt zu Ostern in Asien. Die Musiker waren zuvor schon in Nord- und Südamerika.

Die Gottesdienste zu Ostern gehören für einen Posaunenchor zu den festen Terminen im Kalender. Ein guter Teil des Dittersbacher Posaunenchors verbringt das Osterfest in diesem Jahre allerdings rund 7 500 Kilometer entfernt von der heimischen Kirche – in China. Mit 22 Musikern reist das Bläserensemble für zehn Tage nach Peking, Shanghai und Dresdens Partnerstadt Hangzhou.Es ist nicht das erste Mal, dass die Dittersbacher Bläser um die halbe Welt reisen. Der Posaunenchor war bereits in Paraguay und Brasilien sowie in den USA zu Gast und hat dort gespielt. „Asien war bisher noch nicht dabei“, sagt Chorleiter Ingo Gestring. „Da dachte ich, das wäre doch eine gute Idee.“ Der Stolpener war im vergangenen Jahr zweimal beruflich in China unterwegs. Als Dekan und Professor der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden (HTW) begleitete er zuletzt Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf einer Reise in die Partnerstadt Hangzhou. Zurück in Sachsen fragte Heiko Gestring bei seinen Mitmusikern an. Die fanden die Idee genauso gut, die Hälfte der 44 Posaunenchormitglieder ist dabei.
Am Mittwoch vor Ostern besteigen die Musiker den Flieger. Der jüngste mitreisende Bläser ist elf Jahre alt, der älteste ist 65. Die Trompeten dürfen mit ins Handgepäck, die größere Posaune wird zu den Koffern in den Frachtraum gepackt. Nur die Tuba-Spieler müssen ihre Instrumente zu Hause lassen. Die Tieftöner sind so sperrig, dass der Transport gehörig Aufschlag gekostet hätte. Der Chor hofft aber, vor Ort noch Tuben leihen zu können.

Nach der Landung in China steht am Karfreitag der erste Auftritt an. Der Posaunenchor begleitet einen Gottesdienst im Europasaal der deutschen Botschaft in Peking. Chorleiter Heiko Gestring hat dafür einfach den Pfarrer der dortigen deutschsprachigen evangelischen Gemeinde angemailt. Der war hocherfreut über das Angebot. Zum Gottesdienst am Ostersonntag spielen die Dittersbacher dann gleich noch einmal an gleicher Stelle.
Danach geht es von Peking weiter nach Shanghai. Nicht per Flugzeug, sondern mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Der schafft die rund 1 300 Kilometer Entfernung zwischen den beiden größten Städten des Landes in etwa viereinhalb Stunden – eine Reisegeschwindigkeit jenseits der 300 km/h macht‘s möglich.
Als Höhepunkt stehen dann zwei große Konzert in Hangzhou an. Die 9-Millionen-Einwohner Stadt ist seit 2009 eine der Partnerstädte von Dresden. Der Dittersbacher Posaunenchor spielt dort im Grand Theatre, einem architektonisch imposanten Operngebäude mit Konzertsaal und Freiluftbühne. Einen weiteren Auftritt gibt es darauffolgend an einer Universität in Hangzhou anlässlich der Einweihung eines neuen Gebäudes.
Für den Posaunenchor, der großen Wert auf die Nachwuchsarbeit legt – die Hälfte der Mitglieder ist jünger als 18 Jahre – sind derlei Reisen nicht nur pures Freizeitvergnügen. Die Dittersbacher Bläser verstehen sich auch als Repräsentanten Sachsens. „Wir freuen uns, dass wir damit ein positives Bild über den Freistaat Sachsen und unserer Region seit vielen Jahren mitprägen können“, heißt es in einer Mitteilung. Der Posaunenchor setze sich aktiv für die Völkerverständigung ein. Aus Anlass der 40-jährigen Partnerschaft mit dem Posaunenchor Neuenkirchen in Niedersachsen haben die Musiker vor drei Jahren eine CD aufgenommen. Deren Titel: „Musik verbindet“.
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Letzte Probe vorm Abflug

© Steffen Unger
Der Posaunenchor verbringt Ostern fernab der Heimat. Und gerade für die wollen die Bläser auch werben.

Lampenfiber gehört bei den meisten der 44 Mitglieder des Posauenchores Dittersbach vor jedem Auftritt mit dazu. Doch das scheint jetzt noch etwas größer zu sein. Denn vor dem nächsten Konzert steht erst einmal ein langer Flug bevor. Ostern werden 22 Musiker des Chores in China verbringen, und zwar in Hangzhou, der Partnerstadt von Dresden. Chorleiter Ingo Gestring hatte unlängst beruflich in China zu tun und baute einen ersten Kontakt auf. Seine Idee, mit einem Posaunenchor wiederzukommen, wurde dort begeistert aufgenommen. „Wir sind schon mächtig aufgeregt, denn in China treten wir das erste Mal auf“, sagt Heike Gestring, eigentlich Stolpenerin. Mitglied im Posaunenchor Dittersbach ist sie aber schon seit vielen Jahren. Am Sonnabend stand nun im Gogelmosch-Haus die letzte Probe vor dem Abflug nach Asien an. Und da es doch schon etwas Besonderes ist, wenn über 20 Musiker aus der Region ins ferne China aufbrechen, um dort Ostern zu musizieren, war auch der MDR bei der letzten Probe mit vor Ort. Auf dem Programm in China stehen zwei Auftritte in der deutschen Botschaft in Peking, außerdem ein Konzert in der deutschen Gemeinde in Shanghai. Der Posaunenchor musiziert im Grand Theatre in Hangzhou und anlässlich der Einweihung eines neuen Universitätsgebäudes in Hangzhou.
„Da wir schon einige Male international aufgetreten sind, verstehen wir uns auch als Repräsentanten Sachsens“, sagt Ingo Gestring. Sozusagen auch als Kulturbotschafter. Doch nicht nur das. Mit ihrem Auftritt in China wollen sie auch zeigen, wie in Sachsen generationsübergreifende Zusammenarbeit in einem Posaunenchor funktionieren kann. Immerhin: Der jüngste Bläser ist gerade mal elf und der älteste bereits 65 Jahre alt.
Der Posaunenchor Dittersbach selbst kann in diesem Jahr auf sein 55-jähriges Bestehen zurückblicken. Er wurde am 17. Januar 1963 als Lernchor Wilschdorf gegründet. Als sich 1968 in Dittersbach fünf Konfirmanden fanden, die unter der Leitung des Pfarrers das Musizieren auf Blechblasinstrumenten erlernten, verlagerte sich der Schwerpunkt der Posaunenarbeit mehr und mehr nach Dittersbach.

Posaunenchor bringt CD heraus

Schon zu DDR-Zeiten spielten die Dittersbacher mit einem Chor aus Niedersachsen. Diese Freundschaft wird nun gefeiert.

Musik kennt keine Grenzen. Das trifft auf den Posaunenchor in Dittersbach ganz besonders zu. Seit fast 40 Jahren sind die Musiker mit dem Posaunenchor aus Neuenkirchen in Niedersachsen befreundet. Ein Jubiläum, das beide Gruppen im kommenden Jahr feiern wollen. Schon jetzt gibt es einen Vorgeschmack darauf. Denn der Dittersbacher Posaunenchor hat eine Doppel-CD veröffentlicht. Darauf sind nicht nur Lieder zu hören, die in der Eschdorfer oder Dittersbacher Kirche gespielt wurden. Auf der CD kommen auch Musiker und Wegbegleiter zu Wort. Sie erzählen die Geschichte dieser einzigartigen Freundschaft.
Ee begann im Oktober 1977, am Wochenende des damaligen „Tages der Republik“. Bläser vom Posaunenchor in Neuenkirchen bei Osnabrück hatten sich in Dittersbach angekündigt. Die Gruppe aus dem Westen durfte damals „halboffiziell“ einreisen. Mindestens einmal pro Jahr schauten die Neuenkirchener von da an in Dittersbach vorbei. Die Einbahnstraßen-Freundschaft hielt bis zur Wende 1989. Bereits im Dezember machten sich die Sachsen zum ersten Gegenbesuch in Niedersachsen auf. Auch 27 Jahre später verbindet beide Gruppen die Liebe zur Musik noch immer. Mit der Doppel-CD soll diese Partnerschaft gefeiert werden. Die CD ist über Bernd Heinrich, Organisatorischer Leiter des Posaunenchores, erhältlich.

Die musikalische Eingreiftruppe

Der Posaunenchor Dittersbach feiert an diesem Wochenende runden Geburtstag – und das mit guten Freunden.

Es gibt sie in vielen Kirchgemeinden, mal in kleiner, mal in großer Besetzung. Bunt gemischt aus Frauen und Männern, Jungen und Alten. Meist sind sie keine Profis, sondern aus Freude und Begeisterung dabei. Man hört sie in Gottesdiensten und Konzerten, aber auch zu Umzügen und Festen. Und das bei jedem Wetter. Die Rede ist von Posaunenchören. Salopp gesagt den musikalischen Eingreiftruppen, auf die immer Verlass ist. So eine Truppe ist der Posaunenchor Dittersbach. Seit genau 50 Jahren spielt das Ensemble schon auf. Was die Laienmusiker alles auf dem Kasten haben, davon können sich die Dittersbacher am Wochenende selbst überzeugen.
Denn der Posaunenchor wird gleich mehrfach auftreten. Vorher wird allerdings geübt. Am morgigen Sonnabend, zwischen 9 Uhr und 12 Uhr, proben die Posaunisten im Orts- und Vereinszentrum und in der Schule in Dürrröhrsdorf-Dittersbach. An dem Workshop beteiligt sich das Münchener Blechbläserquintett Harmonic Brass. Unter Fachleuten gilt es als das führende deutsche Blechbläserquintett. Alle zusammen werden von 13 Uhr bis 14.30 Uhr bei einer letzten Probe in der Dittersbacher Kirche zu erleben sein. Dazu sind Zuhörer natürlich willkommen. Die Generalprobe soll die Musiker auf das große Festkonzert „Fünf Jahreszeiten“ (im Bild oben: Frühling, Sommer, Herbst, Winter und .....Oktoberfest) einstimmen. Es beginnt am Sonnabend, 19 Uhr, in der Stadtkirche in Stolpen.
Die Münchner Bläser und die Lokalmatadoren aus Dittersbach werden auch am Sonntag gemeinsam auftreten: Beim Festgottesdienst 10 Uhr in der Dittersbacher Kirche. Als Verstärkung ist der Partnerchor der Dittersbacher aus Neuenkirchen in Niedersachsen zu Gast. Die Predigt hält Landesposaunenpfarrer Christian Kollmar.
Mit diesen Auftritten krönt der Dittersbacher Posaunenchor ein halbes Jahrhundert der eigenen Geschichte. Sie nahm 1963 von Wilschdorf aus ihren Lauf. In den ersten Jahren gehörten gerade einmal fünf Musiker der Gruppe an. Von ihnen sind heute noch vier aktive Bläser dabei.
Die Gruppe ist in den 50 Jahren stetig angewachsen. Aktuell blasen 33 Musiker im Chor. Der Großteil der Posaunisten sind Männer, sie teilen sich die Bühne mit 13 Frauen.

Der besonders liebe Posaunenchor

Der Posaunenchor ist Etikettenschwindel!
Unter dieser Überschrift titelte die Sächsische Zeitung am 6./7. Dezember 2008. Im Untertitel "Der Posaunenchor ist Etikettenschwindel". Heike Sabel berichtet darin über eine Übungsstunde des Posaunenchores im 45. Jahr seines Bestehens (40 Jahre nach dem "Umzug" des Chores von Wilschdorf nach Dittersbach) und hebt dabei vor allem die drei im Chor spielenden Generationen der Familie Eisold hervor. Natürlich erklärt sie auch, wie das mit dem "Etikettenschwindel" beim Posaunenchor gemeint ist. Viel Spaß beim Lesen und Erinnern.....