Geschichte - Posaunenmusik in Dittersbach

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Geschichte

Partnerschaft
Bläsertreffen 1997 in Dittersbach

Am Wochenende des "Tages der Republik 1977" (7. Oktober) begann für uns Dittersbacher Bläser eine herzliche und fruchtbringende Freundschaft zum Posaunenchor Neuenkirchen. Reichlich 10 Bläser hatten sich angekündigt. Da uns bewusst war, dass der Besuch einer kirchlichen Gruppe aus dem "Westen" hochoffiziell nicht möglich war, versuchten wir, den Behörden ein Schnippchen zu schlagen. Dittersbach lag damals in einem Drei-Kreise-Eck, also an der Berührungsstelle der drei Kreise Dresden-Land, Pirna und Sebnitz. Aus diesen drei Kreisen kamen auch unsere Bläser und so wurden die Einladungen aus drei verschiedenen Kreisen geschrieben. Wir glaubten, dass dies den Behörden nicht auffallen würde. Wir erhielten die Genehmigungen ohne Einschränkung. Allerdings wurde unser damaliger Pfarrer Gühne kurz darauf nach Sebnitz bestellt.....(zitter, zitter!)
Das eigentlich Unmögliche geschah: Ihm wurde angeboten, die Neuenkirchener halboffiziell, d.h. mit Wissen der unteren Stasi-Behörde im Kreis Sebnitz, als Gruppe einreisen zu lassen. Sieht man einmal von einem einmaligen Verbot der Einfuhr von Instrumenten ab (was wir mit Hilfe der Graupaer Bläser gut überstanden) hatten wir unter keinen Einschränkungen zu leiden. Von diesem Zeitpunkt an besuchten uns die Neuenkirchener Freunde mindestens ein Mal im Jahr. Zusammen gestalteten wir viele Gottesdienste und hatten viel Freude an den den gemeinsamen Wanderungen und Abenden.

Neuenkirchen gehört zur Stadt Melle und liegt unweit von Osnabrück. Im Posaunenchor Neuenkirchen blasen unter Leitung von Horst Bruning und seinen Helfern reichlich 100 Bläser in verschiedenen Gruppen. Dank seiner Leitung haben sich im Chor sehr beachtliche musikalische Qualitäten entwickelt, von denen wir stets profitieren konnten. Für uns waren diese viele Treffen immer wieder eine Bereicherung unseres Posaunenchor-Lebens. Unsere Freunde halfen uns über Klippen hinweg und ermutigten uns, auch einmal neue, unbekannte musikalische Wege zu gehen. Dafür sind wir sehr dankbar.



Nach der Öffnung der Mauer konnten wir am 6. Dezember 1989 erstmals einen Gegenbesuch in Neuenkirchen abstatten. Die Herzlichkeit, mit der wir damals empfangen wurden werden wir wohl nie vergessen. Wichtiger aber ist, dass unsere Freundschaft die erste Euphorie der Wendezeit überdauert hat und dass sich viele persönliche Freundschaften gebildet haben.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü